Aktuelles

FIT e.V. will sich auflösen

Dialog der Kulturen

Zwischen Endzeit- und Aufbruchstimmung?

Zum Jahresbeginn nutzen wir die Gelegenheit, Danke für Interesse und Unterstützung zu sagen.
Dass sich der FIT-Verein in den letzten Jahren so dynamisch entwickeln konnte, hat nur einen einzigen Grund. Hier ziehen ganz viele Menschen, Mitglieder, Freunde und Wegbegleiter an einem Strang. Es ist auch einfach beeindruckend, wie immer mehr Jugendliche anpacken und die Ideale der Integration unterstützen.
So ist der FIT-Verein etwas, das man nicht unbedingt zusammen denkt: intellektuell und jung.  Wird diese Substanz gefördert?
Wir schielen nicht auf Politiker oder Geld, was unpopuläre Entscheidungen und schonungslose Kritik möglich macht, aber eben   nichts Bares bringt.

Unsere Partizipationskultur hat weiterhin das Ziel unkonventionell, thematisch begrenzt, zeitlich flexibel und tendenziell basisdemokratisch organisiert zu werden. 

Das Ziel rechtfertigt es, Parallelstrukturen und -Arbeit zu vermeiden und alle Energien zu bündeln. Auch wir müssen uns veränderten Rahmenbedingungen stellen, für die wir selbst den Impuls gegeben und die „Richtlinie des Forums für Migration und Integration“ mitgestaltet haben.

Ausgehend von dem folgenden „Konzept: Interkulturelle Öffnung im Sport“ können einige Schlussfolgerungen und Anregungen für die Integrationsarbeit, die sich mit der Durchsetzung und Verwirklichung vermehrter Zuwanderer-Beteiligung beschäftigt, gezogen werden.

Unser Ziel ist ein integrativer Sportstil, der sich von üblichen Sportangeboten unterscheidet und damit auch nicht in Konkurrenz steht.

FIT-Sportkonzept (PDF)


FIT e.V. und Moschee beim Stadtfest

Früher wurde häufig beklagt, dass es zu wenig Vorbilder und Brückenbauer für die Integration gibt.
Heute gibt es sie, ihr Potenzial wird aber von der Politik kaum beachtet.
Zu einem Höhepunkt und beispielhaften Miteinander wurde für viele Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien das Bad Oldesloer Stadtfest 2012.
Neben vielerlei Attraktionen ermöglichten die umsichtigen Ehrenamtlichen des Vereins „altStadt“
örtlichen Organisationen und Vereinen Bühnenauftritte. Unter der Leitung von Büschra Tekin und Elif Atmaca-Yildirim zeigten eine Kinder- und eine Jugendgruppe ihre schauspielerischen und tänzerischen Leistungen auf der Markt-Bühne. Das zahlreiche    
Publikum war begeistert.  „Drei Monate intensiven Trainings haben sich gelohnt“, lobte der Vorsitzende der Mevlana-Moschee Ergin Boz, der mit Gerd-Günter Finck vom  FIT e.V.  das Event vorbereitete.

Foto: Boris Wissmann

FIT-Vorsitzender will Verständigung fördern

Der von allen 37 Anwesenden gewählte Vorsitzende Josef Berk hat auf die Zukunft gerichtete Ziele vor Augen: „Über Zuwanderer zu reden  hat immer etwas Entmündigendes. Wir tragen in Stormarn weiterhin mit Festen und Projekten dazu bei, die Verständigung der unterschiedlichen Kulturen und Religionen miteinander zu fördern. Dabei ist die Lebenswirklichkeit unserer Gesellschaft zu gestalten, ohne deren Konflikte zu leugnen“, so Berk. Der Oldesloer Niklas Finck, der gerade die Hompage des „Forums für Migration und Integration“ gestaltet, lobte die Serviceangebote des Vereins und dessen überzeugende Öffentlichkeitsarbeit.
Das abschließende Thema war die Bedrohung durch den Rechtsextremismus, der leider keine Randerscheinung mehr ist. „Von der Öffentlichkeit unterschätzt sind Strukturen entstanden, die inzwischen unsere demokratische Gesellschaft in Frage stellen. Der Rechtsextremismus beginnt langsam, die Alltagskultur zu durchdringen“, warnte Gerd-Günter Finck. Deshalb engagiert  sich FIT e.V.  im Bad Oldesloer „Bündnis gegen Rechts“.

Gleichberechtigt miteinander leben!

Erfolgreiche Integration gehört zu den geschichtlichen Errungenschaften in Deutschland.

Vor dreihundert Jahren war das Fränzösisch der Hugenotten die Muttersprache von einem Viertel der Berliner.
Vor hundert Jahren sprachen Hunderttausende Neubürger fließend Polnisch im Ruhrpott.
2010 stand ein gefeierter Özil für Deutschland in der Weltmeisterschaft.

Bei dem Zukunftsthema „Integration“ gibt es heute eine ernsthafte politische Debatte.
Welche Chancen geboten werden und welche Chancen noch eröffnet werden müssen, wird vorgestellt und diskutiert
am Dienstag, d. 17.04.2012, ab 19 Uhr,
im Bella Donna Haus, Bahnhofstr. 12, Bad Oldesloe.
Für die einladende SPD wird Franz Thönnes (MdB) die Einführung in das Thema übernehmen.

Die Integrationsbeauftragte Aydan Özogus (MdB) hält das Grundsatzreferat „Gleichberechtigt miteinander leben!
Darauf folgen Impuls-Referate der DIAKONIE (angefragt) und von Gerd-Günter Finck (FIT e.V.),
Letzterem geht der Kurzfilm
„10 Jahre FIT e.V.“ voraus.
In der folgenden Diskussion sollen Fragen, Anregungen und Kritik vertieft werden.

Jahresrückblick 2011

Das Integration am besten gelingen kann, wenn sie gelebt wird, zeigt unser Verein seit mehr als 10 Jahren. Er hilft in Stormarn, die Verständigung unterschiedlicher Kulturen und Religionen miteinander zu fördern. Dabei ist die Lebenswirklichkeit unserer demokratischen Gesellschaft zu gestalten, ohne deren Konflikte zu leugnen.
Wir machen Überzeugungen kenntlich, folgen ihr gegen Widerstände - und gewinnen Vertrauen. Dabei ist unsere Arbeit meinungsfreudig, gelegentlich kritisch und unbequem. Deshalb hängt die Vereins-Existenz an keinem öffentlichen Tropf. Trotzdem ist es gelungen, alle Veranstaltungen ohne Eintrittsgelder zu finanzieren. Gelegentlich wurden Zuschüsse von Mitgliedern spendiert, bei denen die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und die Kontoauszüge auch. Dieser finanzielle Spagat  erinnerte bei Kinderfesten oder Kulturangeboten manchmal an eine bunte Mischung aus Improvisation, Euphorie und Kreativität.
Um die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Zugewanderten zu fördern, haben wir den Stein des Anstoßes für das basisdemokratische "Forum für Migration und Integration" geliefert, das eine Weiterentwicklung unserer Arbeit werden könnte. Und je größer eine Organisation, desto besser der Draht nach oben.
Wir bedanken ist herzlich für alle Anregungen, Lob und Kritik, mit der wir Alltagsdemokratie wagen. Was immer an Neuem kommen und an Altem gehen wird - den Wunsch, die uns wichtigen Werte mit Leben zu füllen, wird es auch im Jahr 2012 geben.
Wir wünschen allen Frieden in der Nachbarschaft, Widerstand gegen Unrecht, und ein Jahr voller Utopien.

Zum Kurz-Film

Zu den Höhepunkten der Öffentlichkeitsarbeit zählte die nebenstehende Produktion einer Filmdokumentation über den FIT-Verein. Als Produzenten konnten wir hierfür die “Bürgerpreis“-Redaktion gewinnen, die uns als vorbildliche Initiative einstuft. Die Dokumentation wurde bisher mehrmals  ausgestrahlt und könnte, nach technischer Bearbeitung, in Bad Oldesloe gezeigt werden.  Die Werbung für den Bürgerpreis  durch den Kurzfilm „ … und raus bist Du!„  wurde durch Plakate unterstützt, die ein FIT-Informatiker in enger Zusammenarbeit mit mehreren Filmakteuren gestaltete. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit entsprechende Beiträge in den Printmedien sowie im Internet publiziert.

"Forum für Migration und Integration"

Nach fast dreijähriger Vorbereitung wurde am 27.09.2011  das "Forum für Migration und Integration in Bad Oldesloe" gegründet.
Mit großer Beteiligung von Zuwanderern haben ca. 50 Personen anschließend einen Vorstand und einen Rat gewählt.  Die Vorstandmitglieder sind:
-  Ehssan Omid  (26 Stimmen), geb. in Afghanistan, Student und FIT-Mitglied
-  Dr. Tatjana Koch (21 Stimmen), geb. in Russland, VHS-Arbeit mit Migranten
-  Yavuz Bilgic (18 Stimmen), geb. in der Türkei, Vorstand in der Moschee.
Wir gratulieren allen und wünschen bei der anspruchsvollen Aufgabe viel Erfolg.

Bürgerpreis?

Treidler- und Hafenfest

Am  Treidler- und Hafenfest des  "altstadt"-Vereins 2011 wird sich der FIT-Verein wieder beteiligen. Musik und Tanz der internationalen Deutsch-Kurdischen Folkloregruppe soll auf der Bühne der historischen Hude am 18.09.11, ab 14.00 Uhr, im Altstadtkern das mittelalterliche Flair bereichern.   Dank der Professionalität ihrer Auftritte wird die Folkloregruppe Gäste und Zuschauer erfreuen.
Außerdem wird eine Gruppe junger Mitglieder sich beim traditionellen Treideln auf der Trave beteiligen. Bei diesem Wettbewerb beteiligen sich weitere Vereine, die Parteien und die Stadtverwaltung. Die Treidler zogen bis ins 14. Jahrhundert die Lastkähne vom Ufer der Trave in den Hafen. Sie hatten eine eigene Zunft mit Sitz im „Blauen Haus“ an der Hude. 

Besuch der FPD-Bundestagsabgeordneten

Am 20.08.2011 besuchten Mitglieder der Jungen Liberalen mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Christel Happach-Kasan die Bad Oldesloer DITIB-Moschee. In einer ersten Fragerunde teilten die muslimischen Jugendlichen ihre Sorgen und Erfahrungen zur Gleichstellung des Islam und besonders der Kopftuchtragenden Frauen mit. Die Jungen Liberalen betonten, dass für sie der Islam einen selbstverständlichen Platz in unserer Gesellschaft hat. Auch sei das Tragen eines Niqab oder einer Burka zu respektieren. Lebendig wurde die Diskussion, als auf Fragen von Frau Dr. Happach-Kasan die Jugendlichen über ihre unterschiedlichen Praktikumserfahrungen berichteten, die häufig eine Berufswahl erleichterten. Das Treffen wurde von FIT e.V. mit vorbereitet.

KERMES-Fest

Ein großartiges KERMES-Fest 2011 feierte mit Unterstützung des FIT-Vereins die türk.-islam. Gemeinde auf dem Freigelände der Moschee. Als
Ehrengäste sprachen: Anita Klahn (FDP, MdL), Wulf Henning Reichardt (CDU-Vors. B.O.), Dr. Zekeriya Altug (Vors. DITIB-Nord) u. Gerd-Günter
Finck (Ex-FIT-Vors.).

Neuer Vorstand

Während der letzten Mitgliederversammlung wurde ein verjüngter Vorstand gewählt, der mit Schwung und neuen Ideen ein anspruchsvolles Amt antritt.
Foto:  Marjan Hayhanor (links) u. Dali Dobrijeva (rechts) beglückwünschen den neuen Vorstand v.l. Josef Berk, Torben Wachtel (Vorsitz) u. Rustam Dakajew.

Filmpräsentationen

Vor der Mitgliederversammlung des FIT e.V. ab 19 Uhr
werden der Öffentlichkeit zwei Kurzfilme präsentiert:

(Bild anklicken für Großversion)

Ehrennadel des Kreises Stormarn

Für seine langjährigen ehrenamtlichen Verdienste wurde der Gründer und Vorsitzende des Vereins FIT  mit der Ehrennadel des Kreises ausgezeichnet. Gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ist es ihm seit 1994    gelungen ein umfangreiches und anspruchsvolles Programm für Zugewanderte
und Bio-Deutsche zu gestalten.

Siehe auch Eintrag auf dieser Seite:
FIT-Auszeichnungen

Internationales Frauenschwimmen

Jahresrückblick 2010

 In keinem Jahresrückblick fehlt der Begriff „Integration“. Zu Recht! Nach einer wahnhaften Untergangsprophetie wurden Ressentiments gegen den Islam oft zu einerTarnkappe für Fremdenfeindlichkeit, so als gäbe es brennende Vorstädte.
 Man kann es beruhigend finden, dass die Realität anders aussieht. Bereits am 10.9.2003 titelte der Bad Oldesloer MARKTvon einer FIT-Veranstaltung mit muslimischen Mitbürgern: „Wir brauchen die Zuwanderung wie das tägliche Brot.“
Wir möchten uns an dieser Stelle bei unseren Aktivisten und allen Partner, Helfern sowie Unterstützern für die erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken. Diese bereichert unsere Arbeit nicht nur sehr, sondern macht sie überhaupt erst möglich.
Als Ansprechpartner und Impulsgeber der Zivilgesellschaft sind wir auf  selbstbewusste Mitglieder und Partner angewiesen. Sie sind es, die den Einsatz für Demokratieund Toleranz mit Leben füllen. Zivilgesellschaftliche Akteure, aber auch die Unterstützer aus dem öffentlichen Bereich und aus Vereinen haben es uns ermöglicht, auch im Jahr 2010 unsere Aufgaben wahrzunehmen und unsere Tätigkeiten in vielen Bereichen zu intensivieren und auszuweiten.
Es liegt in der Natur der Sache, dass wir nicht all unsere Projekte an dieser Stelle nennen können (Viele Projekte sind im Pressespiegel unter www.fit-ev-online.de nachzulesen). Von einigen Projekten möchten wir jedoch kurz berichten:
- Wir haben endlich ein eigenes Büro im alten Amtsgericht. In dem 13m2-Raum finden Treffen und Beratungen statt. Ein Angebot für Menschen in Not, die zwischen Arbeitslosigkeit, Minijob und Asylverfahren um ein bisschen Würde, Lohn und Anerkennung ringen.
- Die Kooeration zwischen deutschen und vietnamesichen Bürgern wurde bei einem gut besuchten FIT-Fest im Bürgerhaus gefestigt.
- Ein anspruchsvoller Höhepunkt der „interkulturellen Woche“ wurde    
  das kurdische Tanzfest im historischen Rathaus.
- Für das anfangs befehdete „internationale Frauenschwimmen“ konnte die Hallenbadleiterin  Marion Arpe jüngst 97 Frauen begeistern.
- „Wie hat das eigentlich angefangen?“ Diese Frage wird uns oft gestellt, wenn man verstehen will, wie der FIT-Verein zustande gekommen ist. Weil wir nicht nur dabei sind,sondern mittendrin, konnte die 5-Jahre bestehende Vorgänger-"Bürgerinitiative Stoltenrieden"eine Palette von Problemen lösen und jüngst den Mietern ihre verlorengeglaubten Kautionen zurückgewinnen.
- Durch unseren Impuls und die solidarische Mitgestaltung der DIAKONIE kann in Bad Oldesloe ein innovatives „Forum für Migration und Integration“ entstehen. Lasst uns dieses Forum mitgestalten! Damit erhalten wir Zugang zu einem größeren Informationsraum, der die Wirksamkeit ehrenamtlicher Handlungsoptionen vergrößert.
Integration und Politik gehören zusammen. Wir hoffen, dass die Bemühungen um die Integration mit dem Ziel der gleichberechtigten Teilhabe fortgesetzt und in den Bereichen der Schul- und Berufsbildung, der Vergabe von Arbeitsplätzen und der kuturellen Vielfalt verstärkt werden. Wie in den letzten 15 Jahren werden wir mit eigenen Vorschlägen einen Beitrag dazu leisten. Bereits für den Februar ist eine Veranstaltung angedacht, bei der talentierte junge Zuwanderer mit kreativem Feuer ihren ersten Kurzfilm vorstellen wollen.

Wir freuen uns auf ein spannendes und erfolgreiches neues Jahr 2011!


Integration durch Sport

 Unter diesem Motto hat Roman Wagner vom Landessportverband durch Vermittlung von Volker Hurst vom VfL mit Aygün Caglar vom Verein FIT (Für Integration und Toleranz) ein wichtiges Kooperationsabkommen gechlossen. Danach werden der VfL und FIT im Rahmen der Aktion „Integration durch Sport“ eng zusamenarbeiten.
Roman Wagner unterstützt als gebürtiger Kasache das Projekt und bringt seine Erfahrungen ein.  Aygün Caglar hat erlebt, wie das Fußballspiel jungen Zuwanderern Spaß macht, eine sinnvolleHerausforderung ist und Frust und Aggressionen vorbeugt. Für den VfL betont Volker Hurst: „Vom Fussball lernen heißt, dass alle nach den gleichen Regeln zu spielen haben und Leistung bringen müssen.“
 Da  sieht`s im alltäglichen Leben meist anders aus.

Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen

Unter diesem Motto hat sich der Verein FIT (Für Integration und Toleranz) an einer Veranstaltungsreihe des DGB beteiligt, denn der Rechtsextre-mismus ist in Europavielerorts auf dem Vormarsch.Die geschürte Ausländerfeindlichkeit der rechten Propaganda macht es wichtig und dringlich, das Thema Rechtspopolismus aufzugreifen, um sich differenziert und konkret damit auseinander zu setzen. Zu unserer Demokratie gibt es keine ernstzunehmende Alternative. Es geht um die Fragen: Wie sollen wir reagieren und wie können wir das demokratische Engagement stärken?
Am 9. November begrüßte der der DGB-Kreisvorsitzenden Uwe Teut im Kreistags-Sitzungssaal rund 90 Anwesende, darunter viele Kommunal-politiker aus SPD, von den Grünen und Linken sowie zahlreiche Jugendliche.
Anschließend referierte Landrat Klaus Plöger sachkundig über den für Deutschland so geschichtsträchtigen 9. November. Anhand von Beispielen und praktischen Erfahrungen warnte der DGB-Bezirksvorsitzende Uwe Polkehn anschließend vor Täuschungsmanövern und Gefahren des Rechtsextremismus.
Als Redner des FIT-Vereins stellte Aygün Caglar eine ganze Palette von erlebten Diskriminierungen im Alltag vor. Danach gibt es Ausgrenzung und Zurücksetzung nicht nur im privaten und beruflichen Umfeld, sondern auch von Seiten der Behörden. Er forderte Diskriminierungen endlich positive Beispiele entgegenzusetzen. Das Integration am besten gelingen kann, wenn sie gelebt wird und keine Einbahnstraße ist, zeigt seit zehn Jahren FIT. In diesem Verein hat er seine Erfahrungen mit gelungener Integration beispielsweise in der Theater- und Sportgruppe weitergegeben.
Oona Witt und ihre Mitreferentin vom INI-Haus berichteten abschließend über verschiedene Aktivitäten und nannten Orte in Stormarn, in denen Rechtsextremisten tätig sind. Sie forderteneine aktivere Zusammenarbeit aller Demokraten gegen diese Umtriebe.
Mit einem klaren Bekenntnis zu einer wehrhaften Demokratie eröffnete Bürgermeister Tassilo von Bary am 16.11. eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung mit 13 Tafeln, die zu Zivilcourage gegen eine Normalisierung rechter Einstellungen ermuntert.   Die Veranstaltungsreihe erlebte einen weiteren Höhepunkt mit dem Gottesdienst am Buss- und Bettag im Haus der Begegnung. In einer einfühlsamen Predigt erinnerte Pastor Volker Hagge an die kulturelle Komponente von Ausgrenzungen. Dies war eine Steilvorlage für Dr. Wolfgang Beutin, der das Leben und Wirken Ernst Barlachs als Nazigegner und Widerstandkämpfer würdigte.
Alle Veranstaltungen hatten einen musikalisch passenden Rahmen durch die jüdische Klezmer-Musik.
Mit grosser Spannung wurde Andreas Speit erwartet. Der Journalist und Autor ist ein bekannter Beobachter und Kenner der rechten Szene in Norddeutschland, über die er berichtete. Mit bürgernahen Angeboten in Sport- und Kulturvereinen versuchen Rechtsextremisten eine Nähe zu Bürgern herzustellen. Weil unterschwellige Ausländerfeindlichkeit kein Tabu mehr ist, braut sich hier im Schatten eines bröckelnden Sozialstaates eine braune Soße zusammen, wenn die Demokraten nicht aufpassen.  Dabei gehört eine besondere Sensibilisierung gegenübe Antisemitismus und Rechtsextremismus seit dem Holecaust zu einem Grundpfeiler unseres demokratischen Rechtsstaates.


Erfolgreicher "1. Kurdischer Abend"

Unsere kurdische Tanzgruppe zeigte im gut besuchten historischen Rathaus ein umfangreiches und beeindruckendes Programm in der interkulturellen Woche. .Ein Jugendchor mit Gedichten und Gesang, eine folkloristische Moden schau, mehrere Musikeinlagen und zwei Tanzgruppen begeisterten die Zuschauer.
In einer Pause verwöhnte ein umfangreiches Buffet mit internationalen Köstlichkeiten.

Rede v. Taner Aykir am 10.09.2010:

"Wie ich sehe, die Sekt- und Bionade-Leute sind nicht da. Umso mehr freue ich mich, dass Sie gekommen sind. Mein Name ist Aykir Taner.  Ich bin vor 3 ½ Jahren in den Verein eingetreten.   Da wo man sich mit Herz und Verstand für andere einsetzt, wollte ich mitmachen. Manche Ausländer wie ich erleben Deutsche als unersättlich.  Wir lernen die Sprache, Sitten und Gesetze. Wir engagieren uns beruflich und privat. Wir sind integriert. Aber es reicht nie ganz. Man läßt uns immer wieder spüren, dass wir nicht recht dazugehören.  Das ist die andere Seite der Auseinandersetzung um die Integration, die derzeit durch die Medien läuft. Dieser Verein gibt Ausländern und Deutschen das Gefühl : Es lohnt sich ! In diesem Büro werden auch die Schieflagen von Deutschen beraten. Ich müsste mal als gelernter Chemielaborant deren Gene untersuchen. Die Beratung ist eine Aufgabe von Gerd-Günter Finck.  Er ist in Personalunion Psychologe, Diplomat . . . und Müllschlucker. Im Februar 2009 hat FIT einen Antrag für einen Integrations-Beauftragten an die Politik gerichtet. Nur die Politik kommt nicht aus den Betten. Da lese ich, dass zwei Politiker meinen, bei FIT sind zuviele Ausländer aktiv.  Leben mache Politiker in einer Parallel-Gesellschaft?Der Verein hat bewegte Zeiten hinter sich. Damit nicht alles in Vergessenheit gerät, hier eine Power-Point-Präsentation . was, werden Ihnen nun meine Mitstreiterinnen und Mitstreiter vorstellen: Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich wünsche Ihnen eine anregende Diskussion."

Einladung

Freuen Sie sich mit uns über unser 13m2-Beratungsbüro. Ein Teil der Gäste wird im Flur betreut. Wir haben Sie eingeladen, weil Sie uns unterstützt haben oder wir hoffen, dass Sie dies vielleicht zukünftig tun .

Krimi - Ende

Mit einem fragwürdigen Konzept für die Sanierung der Stoltenrieden-Hochhäuser begann 1998 ein regelrechter Krimi - ein Stoff, der scheinbar weniger ins beschauliche Bad Oldesloer Milieu passte, sondern eher in die Welt der Spekulanten und der Miethaie, der Welt des Robert P. Nach dem Urteil des Gerichtes, das nur über 63 veruntreute Mietkautionen verhandelte, erhielt er 10 Monate auf Bewährung und die Auflage zur Zahlung von € 20.000,-, € 64.000,- hatte er bereits als tätige Reue für die Kautionen gezahlt. Dabei ist Robert P. kein unbeschriebenes Blatt. Er wurde für die Einbehaltung von Sozialbeiträgen von Mitarbeitern vorbestraft. Nach zwei vergeblichen Abmahnungen durch P.s Anwälte meint Finck: "Mein Schutzengel hat immer gut zu tun." Ansprüche auf verloren geglaubte Kautionen sind zu richten an die Zwangsverwalterin Simone Heinrich, Tonndorfer Hauptstr. 53, 22045 Hamburg .

Neues Raumgefühl

Nach unterschiedlichsten Bemühungen haben wir einen eigenen Raum.
Bürgermeister Tassilo von Bary hat uns den ca. 14m2 großen Raum 17 im ehemaligen Amtsgericht übergeben, bis zur Sanierung.
Für Projekte überlassen wir ihn auch dem Mehrgenerationenhaus OASE. Die Sparkasse Holstein spendierte zum Glück die komplette Einrichtung.
Dank an alle, die uns zum neuen Raumgefühl verholfen haben.

Arbeiten an der Homepage

Aufgrund der wachsenden Besucherzahlen auf der Internetseite von FIT e.V. wird die Seite an vielen Ecken erneuert. Es kann in nächster Zeit leider zu Beeinträchtigungen kommen. Zufrieden sind wir auf einen super vierten Platz bei der führenden Suchmaschine unter der Suchanfrage 'Fit e.V.'.

Integration auf Augenhöhe

Wenn unser kleiner Verein, dazu noch ehrenamtlich und stets klamm, langfristig viel gelobte Integrationsarbeit leistet, sorgt das nicht nur für Freude, sondern auch für Konfliktstoff. Innovative Ideen überfordern manchen oder es kann Futterneid ausbrechen. Wir beanspruchen nicht selbstzufrieden die Deutungshoheit über die Integration, um sie an wirtschaftlichen Interessen auszurichten. Als Motor wollen wir einen Integrationsbeauftragten nutzen, um ehrenamtliches Engagement von Zugewanderten erfolgreich und wirkungsvoll zu gestalten, damit unsere soziale Gesellschaft weiterentwickelt wird. Also: Integration auf Augenhöhe.

Jahresrückblick

2009 war für uns, mit dem 60. Geburtstag unserer Verfassung, ein herausragendes und spannendes Jahr. Wir haben alle Kapazitäten ausgeschöpft und konnten mit den Partnern und Mitgliedern Möglichkeiten bieten, an einem umfang- und abwechslungsreichen Programm teilzunehmen. Mit Ihnen möchten wir auf drei gelungene Projekte zurückblicken: Inzwischen suchen auch zunehmend Studenten, Beiräte und Politiker unseren Rat. Ohne die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern wie der türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein, der evangelischen Kirche, der DITIB-Moschee, der Stadtjugendpflege, dem Flüchtlingsrat und dem altstadt-Verein hätten wir viele Projekte nicht umsetzten und sichtbar machen können. Deshalb danken wir allen Freunden und Partnern, die sich engagiert, eingemischt und Erfolge ermöglicht haben. Nicht nur die Minarett-Diskussion macht deutlich, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement für unsere Gesellschaft ist. In diesem Sinne wünschen wir ein viel versprechendes Jahr 2010! Freuten sich über ein gelungenes Theaterstück: ( v.l. ) Asena Önal, Ayse Kurtoglu, Nhu-y Hoang, Torben Wachtel, Kirsten Martensen und Dali Dobrijeva. Foto: st
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